Die Arbeiten von Mathias Deutsch entspringen seinem Interesse für die Ökonomie menschlicher Lebensbedingungen. Oft ungeschliffen und mit deutlichen Prisen von Ironie und Zynismus versetzt, verhandeln sie imaginäre Architekturen, unfertige Situationen und die Aspekte des Alltagslebens in den fernen und nicht so fernen Gegenden der Welt. Das Reisen ist die treibende Kraft hinter seiner Arbeit: ein andauernder spielerischer Austausch von Orten und Zeiten, gepaart mit einem (Un-)Bewusstsein, das gelegentlich au&sz;er Rand und Band gerät. Der Thematik entsprechend bedient er sich der Mittel des Dokumentatismus und - als Bildhauer - der "Arte Povera". Für seine Zwecke nutzt er Malerei, Zeichnung, Collagen, Fotografie und das Schreiben. Die Objekte und Architekturen von Mathias Deutsch bestehen aus Müllfragmenten, Pappe, Holz, Glas und Kernseife.
Er lebt in Berlin.
